Fotografie: Polfilter – auch im digitalen Zeitalter noch höchst sinnvoll

wie ich hier geschrieben hatte, durfte ich im Februar in der alten SLR-Ausrüstung meines Vaters wildern und habe mir dabei unter anderem einen Polfilter unter den Nagel gerissen.

Da dieser bereits ca 40 Jahre auf dem Buckel hat, ist er sicherlich von der optischen Qualität her nicht mit einer Neuanschaffung zu vergleichen und leider passt er derzeit auch nur auf meine 50mm Festbrennweite, verrichtet dort aber durchaus gute Dienste. Auch wenn ich mich noch ein wenig daran gewöhnen muss, dass ich stärker abblenden muss, da er ansonsten auf Kosten der Schärfe geht.

Ein Polfilter gehört jedenfalls mit zu den Filtern, die auch im digitalen Zeitalter noch äußerst sinnvoll sind.

Zum einem kann man ihn dafür Verwenden, um Spiegelungen von nicht metallischen Oberflächen auszublenden. Sicherlich kann ich solche Spiegelungen auch noch zu hause am Rechner entfernen. Das ist dann jedoch mit viel mühseeliger Bastelarbeit, einem hohem Zeitaufwand und dem Verlust kostbarer Nerven verbunden. Insofern ist es einfach sinnvoller, bereits vor Ort bei der Aufnahme einen Polfilter zu verwenden und derartige störende/unerwünschte Spiegelungen gar nicht erst mit auf dem Bild zu haben. Einmal ganz abgesehn von dem Vorteil, den Effekt des Filters bereits im Sucher sehen und beurteilen zu können, statt später zu hause ständig darauf warten zu müssen, das der Rechner mit der Berechnung fertig wird.

Davon abgesehen, das man mit ihm Spiegelungen entfernen kann, dient ein Polfilter aber auch dazu, Blautöne (insbesondere am Himmel) zu intensivieren und somit auch den Kontrast zu eventuell vorhandenen Wolken zu erhöhen. Diese Eigenschaft macht ihn insbesondere in der Landschaftsfotografie zu einem unglaublich wertvollem Utensil. Nicht nur trägt trägt ein Polfilter hier deutlich zu besseren Fotos bei, nein je nach Lichtsituation kann es durchaus sein, das ohne Polfilter quasi gar nichts mehr geht, wie die folgenden beiden Fotos verdeutlichen sollen.

Dieses Foto ist bei aufgesetztem Polfilter entstanden. Da ich nicht stark genug abgeblendet habe, hat die Schärfe ein wenig gelitten. Für uns wichtiger ist jedoch die Tatsache, das der Polfilter geöffnet war. Insofern entspricht dieses Foto einem Foto das ohne Polfilter aufgenommen wurde. Die Landschaft ist durchaus korrekt belichtet, der Himmel überstrahlt jedoch völlig. Selbst mit dem RAW-Format ist hier mit keinem Bildbearbeitungsprogramm der Welt noch etwas zu retten. Der Himmel ist quasi eine rein weiße Suppe die einfach keine Bildinformationen mehr enthält.

Im Gegensatz dazu habe ich bei dem Folgenden Foto den Polfilter geschlossen. Ich denke das Ergebnis spricht für sich:

Bei beiden hier gezeigten Fotos handelt es sich um unbearbeitete JPGs direkt aus der Kamera.
Man sieht hier also deutlich, das einem ein Polfilter sehr dabei helfen kann, die Qualität der eigenen Fotos zu verbessern.

Wer nun auch mit Hilfe eines Polfilters mehr aus seinen Fotos heraus holen möchte, findet hier ein günstiges Einsteigermodell, welches genau seinen Zweck erfüllt.

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