Eine Bekannte von mir hat sich vor einiger Zeit den UMTS-Surfstick von O2 geholt, diesen jedoch nicht unter openSUSE 11.1 zum Laufen bekommen.
Da ich bereits vor ein paar Jahren eine Vodafone-Surfbox unter Ubuntu habe einrichten dürfen, konnte ich mich noch recht gut daran erinnern, was das für eine Fummelei war und wie gefrustet und genervt ich zwischendurch immer wieder gewesen bin.
Und auch, wenn sich bei der Unterstützung von UMTS-Modems unter Linux seit da an einiges getan hat, durch die Angewohnheit sich Windowsfreundlich als Massenspeicher beim System anzumelden und den immer wieder neuen Chipsätzen, können diese Teile nach wie vor äußerst fummelig sein.
Von daher hatte es mich nun nicht so wirklich gewundert, dass sie da so ihre Schwierigkeiten hatte, das Teil ans Laufen zu bekommen.
Insofern habe ich mich dann mal an dem Teil versucht.
Das erste was ich rausgefunden habe, war das das Teil mit einem Huawei e1550 Chip arbeitet und sich beim System als 12d1:1446 anmeldet.
Und natürlich, wie es ja fast schon nicht mehr anders zu erwarten war, meldete sich das Teil als USB-Massenspeicher an, um die Windowstreiber zu installieren, was unter Linux naturgemäß ein recht nutzloses Unterfangen ist.
Insofern habe ich zunächst einmal usb_modeswitch und umtsmon installiert. Jedoch wollte der Surfstick auch unter Verwendung von usb_modeswitch nicht so wirklich in den Modemmodus wechseln.
Das wiederum war dann nun der Punkt, an dem ich mal Tante Google befragt habe und dann auch hier und hier fündig geworden bin.
Weitergeholfen hat es mir aber alles nicht so wirklich. Auch mit diversen Änderungen an der /etc/usb_modeswitch.conf lies sich das blöde Teil einfach nicht zur Zusammenarbeit überreden.
Lustiger weise stellte ich jedoch fest, dass der Stick gelegentlich beim Starten als Modem erkannt wurde und dann auch einwandfrei funktionierte. Das ganze war dann aber irgendwie wie Lotto spielen, da er ungefähr bei 10 Mal booten einmal als Modem und sonst immer nur als Massenspeicher erkannt wurde.
Eine wirkliche Lösung dafür habe ich jedoch nicht mehr gefunden.
Letztlich haben wir uns nun darauf geeinigt, die ganze Sache erstmal so zu belassen und dann am Donnerstag ein Update auf die openSUSE 11.2 durch zu führen.
Diese bringt nunmal einen neueren Kernel mit besseren Treibern für die Huawei-Chips mit. Somit soll/dürfte der Stick da nach wenigen Anpassungen in den Gruppenrechten und den udev-Regeln quasi out of the box laufen.
Und die Aktualisierung auf die openSUSE 11.2 ist eh mal mehr als überfällig. Steht doch quasi schon die 11.3 in den Startlöchern…
Und auch wenn das hier nicht mehr zum eigentlichen Thema gehört, so mochte ich diese kleine Anekdote nun doch einmal am Rande erwähnen. Als der Stick zwischendurch einmal korrekt lief haben wir die mitlerweile aufgelaufenen Updates installiert. Eines davon, hat dann auch gleich mal wieder die Konfiguration des X-Server zerschossen.
Während meine Bekannte nun leicht in Panik geriet, habe ich halt vom Terminal aus als Root Sax2 gestartet und dieses die Konfiguration für den X-Server neu schreiben lassen. Gut war.
Trotzdem frage ich mich, wie oft man bei SUSE eigentlich noch Updates ausliefern möchte, die wahlweise die X-Serverkonfiguration, die udev-Regeln oder die Grub-Konfiguration zerschiesen. Gerade die Zielgruppe der Ein- und Umsteiger ist dann doch völlig überfordert und panisch. Für mich mitlerweile eine Kleinigkeit. Es sollte nur trotzdem einfach nicht passieren.
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