Ich benutze ja schon lange Linux und auch schon seit geraumer Zeit KDE4, derzeit in der Version KDE 4.4.2. Und unter KDE 4 gibt es mit Choqok einen Twitter-Client, den ich nun auch schon seit einer Weile benutze und den ich hier nun einmal vorstellen möchte.

Zunächst sei einfach einmal angemerkt, dass sich, wie nicht anders zu erwarten Choqok wunderbar in den KDE-Desktop einfügt. Insofern fühlt man sich als KDE-Nutzer natürlich auch sofort heimisch.
Aber auch in Bezug auf Twitter hat Choqok einiges zu bieten. So hat man seine normale Timeline, eine für die @Replys und einen Ein- und Ausgang für die DMs. Damit sind dann ja auch schonmal die wichtigsten Funktionen für den Twitterspaß abgedeckt. Aber das ist durchaus noch nicht alles.
Auch zeigt der Client die Avatare der Benutzer ordentlich an und bietet dort auch direkt ein paar Buttons an, für einen @Reply, einen Retweet oder zum favorisieren. Bei @Replies ist es sehr angenehm, dass man sich anzeigen lassen kann, auf welchen Tweet dieser eine Antwort war. Leider funktioniert dies jedoch bislang nicht beliebig weit zurück.
auch fehlt bislang die Public-Timeline und eine Möglichkeit Leuten zu folgen oder diese auch zu entfolgen, so dass man dafür immer noch auf die Twitterseite zurückgreifen muss. Diese Funktionen sollen jedoch alle in der kommenden Version 1.0 enthalten sein, die sich zur Zeit in der Betaphase befindet. Spätestens mit dieser Version ist Choqok als Twitterclient unter Linux dann uneingeschränkt zu empfehlen.
Aber nun ersteinmal zurück zu den Stärken von Choqok.
Hierzu gehört zum Beispiel die Integration von Twitpic. Dies bedeutet, dass es möglich ist, direkt aus Choqok heraus ein Foto an Twitpic zu senden und mit einer Nachricht zu versehen. Auch zeigt Choqok bei Tweets anderer Nutzer mit einem Bild auf Twitpic nicht die URL des Fotos an, sondern direkt eine kleine Vorschau des Bildes, was ich druchaus als äußerst nützlich empfinde, da ich so direkt sehe, ob mich das Foto überhaupt interessiert.
Des weiteren gefällt es mir sehr gut, dass Choqok eine URL in dem Moment wo ich diese in einen Tweet einfüge automatisch kürzt und in eine Tinyurl (nicht via tinyurl.com) umwandelt und mich somit auch hier von lästiger Arbeit befreit.
Ein weiterer Pluspunkt ist die einfache Einrichtung, die man über einen einfach gehaltenen Einrichtungsdialog vornimmt.
Weitere Highlights von Choqok sind die Möglichkeit, per Shortcut schnell einen Tweet ab zu setzen, ohne ins Hauptfenster zu müssen, wodurch es noch einfacher wird, neben der Arbeit her schnell mal ein Lebenszeichen von sich zu geben.
Auch besticht die Eingangs schon erwähnte gute Integration in KDE 4, die es unter anderem auch ermöglicht, direkt via Shortcut einen Tweet abzusetzen, der die eigenen Follower darüber informiert, welche Musik man gerade in Amarok laufen hat. Sicherlich ist dies eher eine kleine Spielerei, aber eine durchaus nette, die einem etwas Tipparbeit abnimmt, wenn man gerade mal einen #NowPlaying Tweet los werden möchte.
Im Übrigen unterstützt Choqok nicht nur Twitter sondern auch Identi.ca, ein weiterer Pluspunkt.
Fazit: Choqok hat in der aktuellen Version noch ein paar kleinere Schachstellen, wodurch man noch nicht ganz auf das ansurfen der Twitterseite verzichten kann, aber er ist schon jetzt ein wirklich guter Twitterclient, dessen Benutzung Spaß macht. Für Linuxnutzer eigentlich nur zu empfehlen und für KDE-Nutzer gehört er eh zum Pflichtprogramm.
Spätestens wenn demnächst die Version 1.0 erscheint, wird es wohl endgültig gar nichts mehr an dem Programm zu kritisieren geben.
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von bmkraus erwähnt. bmkraus sagte: Neu im #Blog: http://bjoern-kraus.de/2010/04/30/choqok-der-twitter-client-unter-kde/ #Choqok #Twitter unter #Linux #Twitterclient [...]