Wenn bei Windows gar nichts mehr geht…

… oder wieso der Feind von Microsoft (Linux) der beste Freund jedes Leidgeprüften Windowsnutzers ist.
Anfang der Woche durfte ich meine Windows XP Installation mal wieder zusammenflicken, da bei Starten des Rechners lediglich die Fehlermeldung erschien, die Datei C:\WINDOWS\system32\config\system sei beschädigt, bzw. nciht vorhanden und ich möchte doch bitte mal die Rettungs-CD von Windoof bemühen.

Ja ne klar bestimmt mal nicht! Ich frickel bestimmt nicht auf einer Rettungskonsole von Microsoft rum, wenn ich auch die Möglichkeit habe, mein System bequem und einfach bei zeitgleichem Internetzugriff von meiner Linuxinstallation aus zu reparieren.
Also habe ich einfach SUSE gestartet und habe mich an die Arbeit gemacht.


Unter Linux habe ich dann ersteinmal ein wenig in Ruhe recherchiert und bin dann auch hier fündig geworden.
Also habe ich via ALT+F2 mit anschließendem kdesu konqueror den Konqueror mit Rootrechten gestartet, um auf meiner Windowspartition vollen Schreibzugriff zu bekommen. (Und ja, ich bin mir bewußt, dass es auch die Möglichkeit gibt, als normaler Benutzer Schreibzugriffe zu bekommen, so oft, wie ich jedoch schreibend auf meine XP-Partition zugreifen muss, bevorzuge ich dann doch diese Schnell-und-dreckig-Lösung…)
Dort bin ich dann in den Ordner /Windows/C/WINDOWS/system32/config gewechselt und habe dort die Dateien SAM, SECURITY, software, default und system gelöscht.
Nun bin ich in den Ordner System Volume Information gewechselt und habe von dort die Dateien _REGISTRY_USER_.DEFAULT, _REGISTRY_MACHINE_SECURITY, _REGISTRY_MACHINE_SOFTWARE, _REGISTRY_MACHINE_SYSTEM und _REGISTRY_MACHINE_SAM in den Ordner /Windows/C/WINDOWS/system32/config kopiert und habe die Dateien entsprechend umbenannt.
Kurz um, ich habe einen der vielen Wiederherrstellungspunkte, die Windows ja anlegt wieder eingespielt, anstatt mich mit dieser blöden Rettungs-CD von Microsoft rum zu schlagen.
Es sei an dieser Stelle noch angemerkt, dass man, bevor man Windows nun startet, auf jeden Fall die anderen Wiederherrstellungspunkte auf jeden Fall sichern sollte (Backup).
Nun habe ich den Rechner neu gestartet und Windows gebootet und eigentlich hätte nun auch alles wieder funktionieren sollen. Eigentlich.
Tat es nämlich nicht.


Vielmehr bootete Windows jetzt zwar wieder und zeigte auch das XP-Bootlogo an, danach blieb der Bildschirm jedoch schwarz. Also erneut Linux gestartet und ne Runde gegoogelt.
Und siehe da, der Support von Microsoft empfielt bei diesem Problem doch tatsächlich, den Kernel auszutauschen, sprich via Rettungs-CD neu zu installieren.
Ja ne is klar!!! Das wirds sein… Verar…en kann ich mich nun wirklich alleine.
Ich für meinen Teil hatte hier nun eher den Treiber für die Grafikkarte im Verdacht, da Windoof an dieser Stelle nun einmal den VGA-Modus verlässt.
Also Windows im Safemodus gestartet, was auch funktionierte und den Grafikkartentreiber neu installiert.
Und siehe da: Es funktioniert wieder alles. Von wegen Kernel. Pah!
Insofern kann ich an dieser Stelle nur das Fazit ziehen, dass der Support von Microsoft genauso minderwertig ist, wie die Produkte von Microsoft. Die eigentlich naheliegenste Lösung wird hier anscheinend gar nicht erst in Betracht gezogen. Nämlich die, dass Windoof schlicht zu blöde sein könnte, den Treiber zu finden und auch zu benutzen ohne etwas Gedächtnisstütze zu bekommen.
Naja, alles in allem kann ich wieder einmal nur jedem empfehlen, der auf sein Windows nicht verzichten kann oder will, sich parallel ein Linux zu installieren. Zumal Linux eh in viellerlei Hinsicht das bessere Betriebssystem ist.
Und selbst diejenigen unter euch, die absolut gar nichts mit Linux anfangen können, sollten sich wenigstens ein Knoppix zulegen, da einem dieses Linuxlivesystem ganz ohne Installation aus so mancher Windowstypischen Patche helfen kann.
Als abschließendes Fazit bleibt mir nur die Feststellung, dass Linux wiedereinmal ein treuer Freund war, als es mit Windows wieder nur Probleme gab und ich insofern schon wirklich verstehen kann, weshalb Microsoft eine solche Angst vor Linux hat und die gesamte OpenSource-Bewegung regelrecht zu einem Monster hochstilisiert hat.

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