Wer Linux etwas besser kennt, wird sich nun vielleicht wundern, dass ich im Jahr 2010 zu einer solchen Überschrift komme. Und im Prinzip wundert man sich da dann auch sogar zu Recht.
Schließlich sind die Zeiten vorbei, wo es ein absoluter K(r)ampf war, ein WLAN unter Linux ans laufen zu kriegen. Wobei diese Zeiten nun sooo weit auch noch nicht zurückliegen. Dennoch an dieser Front hat sich viel getan.
Die Zeiten sind eigentlich vorbei, wo man sein WLAN nicht in Betrieb nehmen konnte, weil einem entweder gleich der Treiber, oder zumindest die Firmeware fehlte, die man dann ersteinmal runterladen musste. – Das werd ich eh bis heute nicht verstehen, wie man auf die Idee kommen konnte, die Dinge die für den Netzzugang mit WLAN nötig waren ins Netz zu stellen… In der Praxis hieß das immer Rechner verkabeln… aber dann brauchte man eigentlich auch kein WLAN.
Und auch die Zeiten, in denen man gezwungen war mit Hilfe von ndiswraper und der Treiber-CD für Windows rum zu hamplen bis man schier verzweifelte und nur noch seinen Kopf auf den Tisch trommelte sind zum Glück vorbei.
Heute läuft eigentlich der Großteil der WLAN-Hardware unter Linux gut bis sehr gut und stellt es kein wirkliches Problem mehr da, sein WLAN unter Linux in Betrieb zu nehmen. Meist beschränkt es sich daraus, den zur Installation vorgeschlagenen Treiber zu bestätigen und in der Konfiguration ESSID und WPA-Schlüssel anzugeben.
Aber irgendwie ist es auch genau das, was dazu führt, dass man sich als Linux-Nutzer über das WLAN ärgert.
Man hat sich halt daran gewöhnt, dass es läuft und funktioniert. Genauso wie auch alles andere unter Linux läuft und funktioniert…
Und genau deswegen reagiere ich dann auch immer etwas über, wenn die Verbindung mal abreißt und erst recht, wenn sie dann nicht sofort wieder herrgestellt wird.
Heute morgen ist es mir sogar passiert, dass ich gar keine Verbindung herrstellen konnte, obwohl alles korrekt konfiguriert war. Erst der dreifache(!!) Neustart des Routers und ein Neustart des Rechners führte dann dazu, das Router und Rechner wieder zueinander fanden.
Und wenn ich jetzt mal ehrlich zu mir selber bin und an meine Zeit unter Windows denke, dann muss ich zugeben, dass ich mich über so etwas unter Windows niemals geärgert hätte. Aber sowas war ich unter Windows ja auch gewohnt. Als Linux-Nutzer bin ich es aber mitlerweile gewohnt, dass die Dinge funktionieren! Und gerade dadruch fällt mir hier halt auch immer wieder auf, wie sehr WLAN einerseits ein Nadelöhr ist, und wie sehr es aber auch für allerlei Fehler anfällig ist. Und gerade DAS ärgert mich dann halt als Linux-Nutzer. Obwohl dies für einen Windowsnutzer ganz normal sein kann. Das da die Verbindung abreist und der Rechner macht was man will ist da ja schließlich so normal, wie das funktionieren und das tuen, was der Benutzer will unter Linux normal ist.
In diesem Sinne… Irgendwie schon schön, wenn man sich als Linux-Nutzer über sowas ärgern kann, nur um überhaupt noch etwas zu haben, was einen nervt…
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