openSUSE 11.2 angetestet – Ein erster Erfahrungsbericht

Am Freitag habe ich endlich einmal die Zeit dazu gefunden, um bei mir die neue openSUSE 11.2 zu installieren.
Und was soll ich sagen, mein erstes Fazit ist zunächst pure Begeisterung.
Auch wenn bei der Installation zumindest dieses Mal nicht alles Gold war, was gläntzte.
Dennoch muss ich festhalten, dass mit der 11.2 endlich mal wieder eine grundsolide Version von openSUSE erschienen ist, die mich mal wieder daran erinnert, weshalb ich eingentlich Linux benutze. Die Neuerunge wissen einfach zu überzeugen.
So hat z.B. der Kernel natürlich ebenso eine Frischzellenkur erfahren, wie die gängigen Programme. Darüber hinaus ist KDE 4 (welches im übrigen in der Version 4.3.1 beiliegt) nun auch wieder der Standard-Desktop von openSUSE und somit bei der Installation vorausgewählt.


Überhaupt hat man den Eindruck, dass sich die SUSE-Entwickler mitlerweile an die KDE4-Versionen gewöhnt haben und wirkt nun unter KDE 4 alles etwas glatter und ausgereifter als zuletzt. Sicherlich kommt hier zu Gute, dass KDE mit der Version 4.3 allgemein wieder ruhigeres Fahrwasser ereicht hat, aber die direkte Integration in openSUSE 11.2 macht sich doch bemerkbar. Schließlich hatte ich KDE 4.3 auch schon unter openSUSE 11.1 nachinstalliert und dort war es insgesamt nicht so rund.
Auch merkt man sehr schnell, dass die Entwickler dieses Mal konsequent auf KDE 4 Programme setzen. Dies erspart einem dieses elendliche Mischmasch, dass man noch in der Vorversion angetroffen hat, als noch viele KDE3 Programme im Einsatz waren.
Als besonders positiv empfinde ich bislang vor allem die KDE4 Integration vom Firefox, der nun auch Standard-Browser ist) und von OpenOffice. Diese kann ich nur als gelungen bezeichnen und ist es einfach nur äußerst angenehm, wenn diese Gtk-Programme unter KDE4 nicht mehr aussehen wie ein Fremdkörper.
Neben diesem kleinen Highlight begeistert mich zur Zeit vor allem der gesunkene Resourcenhunger von openSUSE 11.2. Alles läuft irgendwie runder und schneller und auch meine CPU kommt nicht mehr so ins Schwitzen. Ob dies nun an der erstmalig verfügbaren Anpassung des Kernels an den Desktopeinsatz oder aber an den allgemeinen Fortschritten bei der KDE4 Integration liegt, kann ich jedoch zur Zeit noch nicht sagen. Auf jeden Fall habe ich mit Erstaunen festgestellt, dass mein Rechner doch noch nicht zum alten Eisen gehört und insbesondere der Firefox ja doch durch das Internet sprinten kann. Insbesondere die Performance des Systems hat mich zuletzt unter der 11.1 immer wieder geärgert. Jedoch hatte ich das eher meinem alten Rechner zugeschrieben, der den Anforderungen moderner Desktops nicht mehr gewachsen sei. Tja Pustekuchen! Mit der neuen SUSE bin ich nun zuversichtlich, dass mir mein Rechner doch noch einmal ein paar Jarhre erhalten bleiben wird.


Nach diesem Lob nun jedoch auch etwas Kritik:
Bei der Installation harkt es ein klein wenig. Zwar ist die Installation im Prinzip gewohnt einfach und auch der Wechsel auf ext4 verleif reibungslos. Jedoch verhällt sich der Installer bei der Installation von Grub etwas merkwürdig, wenn man bereits ein Linux auf der Platte hatte. Und zwar will er dann Grub nicht im MBR installieren, sondern auf der Root-Partition. Wenn man aber nun seine Neuinstallation auf die Partitionen durchführt, auf denen vorher das alte Linux lag, bleibt man mit einem nicht mehr Bootfähigem System zurück.
Insofern ist hier Vorsicht angesagt und sollte man sich auf jeden Fall die Installationszusammenfassung noch einmal sehr genau ansehen, bevor man sie einfach nur bestätigt.

Von dieser Schwachstelle abgesehen, kann ich die neue SUSE wirklich nur empfehlen und bin ich hier noch immer ganz Feuer und Flamme. Sobald ich die neue SUSE eine Weile bei mir laufen habe, werde ich nocheinmal ein etwas ausführlicheres Fazit ziehen, da sich ja doch die eine oder andere Schwachstelle immer erst im Alltag offenbart.

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  • [...] Verfasst von Björn Manfred Kraus am Dezember 7, 2009 Am Freitag habe ich endlich einmal die Zeit dazu gefunden, um bei mir die neue openSUSE 11.2 zu installieren. Und was soll ich sagen, mein erstes Fazit ist zunächst pure Begeisterung. Auch wenn bei der Installation zumindest dieses Mal nicht alles Gold war, was gläntzte. Dennoch muss ich festhalten, dass mit der 11.2 endlich mal wieder eine grundsolide Version von openSUSE erschienen ist, die mich mal wieder daran erinnert, weshalb ich eingentlich Linux benutze. Die Neuerunge wissen einfach zu überzeugen. So hat z.B. der Kernel natürlich ebenso eine Frischzellenkur erfahren, wie die gängigen Programme. Darüber hinaus ist KDE 4 (welches im übrigen in der Version 4.3.1 beiliegt) nun auch wieder der Standard-Desktop von openSUSE und somit bei der Installation vorausgewählt.‘openSUSE 11.2 angetestet – Ein erster Erfahrungsbericht’ weiterlesen [...]

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