Gestern hatte ich auf dem Heimweg von der Uni das Vergnügen eine nette kleine Diskussion zwischen ein paar Studenten und einem Kontrolleure der Deutschen Bahn mit an zu hören.
Eine Diskussion die durchaus recht unterhaltsam und für die Bahn wohl mal eher etwas peinlich war.
In der Sache ging es darum, dass eine Frau in der S-Bahn lediglich eine Fahrkarte bis Dortmund Kley hatte, jedoch bis Bochum hbf fahren musste. Da es nun ja für uns Studenten möglich ist, nach 19h jemanden auf unserer Fahrkarte mitzunehmen, erklärte sich nun jedoch einer der Studenten spontan dazu bereit, die junge Frau auf seiner Fahrkarte mitzunehmen. Ein Umstand, den der Mitarbeiter der Bahn jedoch nicht akzeptieren wollte.
Vielmehr berief sich dieser darauf, dass es zu den Bestimmungen des VRRs gehören würde, dass solche Fahrgemeinschaften vor Fahrtantritt zu bilden seien, was hier nun ja nicht der Fall war.
In der Sache hatte er damit ja sogar Recht und so kam es dann dazu, dass er die junge Frau in Kley des Zuges verwies.
Hier entzündete sich dann aber auch die lustige Diskussion, indem der Student dann anmerkte, dass er doch mit der Frau zusammen aussteigen und dann wieder einsteigen könne, so dass es sich hierbei um einen neuen Fahrtantritt handelt und die Fahrgemeinschaft somit vor Fahrtantritt gebildet worden sei.
Und hier wurde es dann das erste Mal peinlich für die Bahn, als der Mitarbeiter nämlich anmerkte, dass es zwar ein neuer Fahrtantritt sei, wenn die Frau schnell aussteigt, sich ein Ticket kauft und wieder einsteigt, nicht jedoch, wenn die beiden zusammen aus- und wieder einsteigen. Hier merkte man mal wieder deutlich, dass es bei der Bahn nur noch um gnadenlose Gewinnoptimierung geht, egal wie lächerlich diese auch begründet sein mag.
Besonders peinlich wurde es für die Bahn jedoch dann, als der Student anmerkte, dass es ihm bislang trotz mehrfachem Nachfragen an diversen Stellen bei der Bahn, nich tmöglich war, einmal einen Einblick in die AGBs der Bahn und/oder deren Beförderungsbedingungen zu werfen und es insofern doch etwas arg albern sei, sich auf diese zu berufen.
Hier merkte der Mitarbeiter der Bahn nun an, dass es jawohl nicht zum Service gehöre, Einblick in die AGBs zu gewähren. Ein wirklich starkes Stück!
Hier zeigt sich nun also wieder einmal, wie sehr die Bahn noch immer eine Servicewüste ist, der es ausschließlich um den Profit und in keinster Weise um Service am Kunden geht.
Bleibt mir also nur zu hoffen, dass die Bahn nun entweder in Rekordzeit in der Modernen ankommt, oder aber endlich mal pleite geht. Bei letzterem könnte vielleicht ja auch die so oft beschworenen Wirtschaftskrise etwas nachhelfen. In diesem Sinne…
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