Firefox 3.5 ist nun ja schon seit einigen Tagen verfügbar und insofern nun auch schon seit geraumer Zeit bei mir unter openSUSE 11.1 installiert. Jedoch komm ich nun auch endlich einmal dazu, meine ersten Eindrücke mit dem neuem Browser aus dem Hause Mozilla zu schildern.
Hier fällt natürlich zunächst einmal sehr positiv die neue wesentlich verbesserte Geschwindigkeit auf. Der Browser fühlt sich nun in der Tat wesentlich schneller an, so dass er auf jeden Fall eine Verbesserung im Vergleich zu der Version 3.0 darstellt. Aber auch davon ab, macht er bislang auf mich einen sehr gelungenen Eindruck. So hat sich zunächst von der Optik und der Bedienung nicht wirklich etwas verändert, was ich nach all den sonstigen Änderungen unter Linux, nicht zuletzt die Umstellung auf KDE4 auch einmal als positiv betrachte, wenn ich einfach wie gewohnt weiter arbeiten kann. Mozilla setzt hier also bei der neuen Version 3.5 vom Firefox im Prinzip auf alt bewährtes. Auch sonst sind viele Dinge erhalten geblieben, die sich in der Vergangenheit bewährt haben, wie den bekannten Pfishing-Schutz. Diesen bewährten Features werden jedoch einige wesentliche Neuerungen und Verbesserungen an die Seite gestellt.
So bietet der Firefox nun zum Beispiel einen “Private Browsing”-Modus, in dem der Browser keine verräterischen Daten speichert. Dies dürfte insbesondere an öffentlich zugänglichen Rechnern äußerst sinnvoll und nützlich sein. Jedoch muss man an dieser Stelle auch eingestehen, dass der Firefox hier in keinster Weise Vorreiter ist, sondern vielmehr nur mit der Konkurrenz gleich gezogen hat, die derartige Features schon länger kennen.
Im Anbetracht der Tatsache, dass ich bislang nur einen kurzen Einblick in die neue Firefox Version gewinnen konnte und insofern für mich noch ausführlichere Tests ausstehen, beeindruckt mich die erhöhte Geschwindigkeit bislang noch am meisten. Aber auch ein anderer Punkt war mir sehr wichtig. Die CPU-Last. Diese war mir bei der Version 3.0 deutlich zu hoch. Insbesondere auf älteren Systemen, die ich ab und an mal “betreuen” durfte, merkte man dann doch einfach deutlich, wie der Rechner mit der CPU-Last zu kämpfen hatte. Der Firefox 3.0 konnte diesbezüglich wirklich nur als Vielfraß bezeichnet werden.
Insofern war es für mich durchaus spannend zu sehen, ob die neue Version 3.5 hier eine Verbesserung bringen würde. Aufgrund der angekündigten erhöhten Geschwindigkeit und des angekündigten (und ja auch implementierten) DNS-Precaching war ich hier eher skeptisch. Und dennoch, scheint der Firefox 3.5 hier eine Verbesserung zu bedeuten. So lag die CPU-Last, die der Firefox 3.5 bei ersten Tests verursachte “nur” bei ca 60%. Von der Vorgängerversion war ich hingegen durchaus um die 80% gewöhnt. Jedoch möchte ich dies noch nicht ganz abschließend beurteilen, da ich dies gerne noch ein wenig im Alltag beobachten würde. Die Tendenz ist bislang hier aber eben eher positiv. Auch wenn ich persönlich die CPU-Last immer noch als deutlich zu hoch empfinde. Insbesondere dann, wenn man gerade gar nicht mit dem Firefox arbeitet und er also nur die Seiten offen halten müsste.
Fazit: Der Firefox zieht endlich mit der Konkurrenz gleich, ist dieses mal aber nicht wirklich Inovator. Er ist deutlich schneller geworden und belastet trotzdem die CPU etwas weniger. Jedoch sehe ich gerade beim CPU-Verbrauch nach wie vor noch Verbesserungsbedarf.
Abschließend sei natürlich auch noch darauf hingewiesen, dass der Firefox 3.5 nun auch Mediainhalte im ogg-Format ohne weitere Plugins wieder geben kann.
Interessierte werden im Übrigen hier fündig.
Update:Gestern Abend kam ein Update für eine X-Org Lib bei openSUSE 11.1, welches den CPU Verbrauch des Firefox 3.5 deutlich gesengt hat. So dass dieser nun zwischen 30 und 50 Prozent pendelt. Wenn mehrere Tabs geöffnet sind, liegt der CPU-Verbrauch von Firefox und dem durch ihn stark beanspruchten Xorg-Prozess zusammen jedoch immer noch bei über 80%, so dass dieses Update zwar eine deutliche Verbesserung gebracht hat, ich das Problem unter openSUSE aber nach wie vor nicht als gelöst betrachten möchte.
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