Die grundlegensten Befehle im Umgang mit Dateien und Verzeichnissen auf dem Terminal sind cd, touch, mkdir, rmdir und rm und sollen insofern nun im Folgenden jeweils kurz erläutert werden.
Mit cd wechseln Sie das Verzeichnis, in dem Sie gerade arbeiten. Hierzu benutzen Sie cd /Pfad/zum/Verzeichnis Das angenehme an cd ist, dass es sowohl mit absoluten als auch mit relativen Pfadangaben umgehen kann. Insbesondere die Verwendung von relativen Pfadangaben kann einem unheimlich viel Tipparbeit ersparen. Wenn Sie sich z.B. in dem Verzeichnis /home/benutzer/documents befinden und nun in den Unterordner Uni wechseln möchten, so können Sie natürlich cd /home/benutzer/documents/Uni eingeben. Kürzer und eleganter ist jedoch cd ./Uni Hierbei wird der . wie gewohnt als das aktuelle Verzeichnis interpretiert.
Eine weitere Hilfe hierbei besteht darin, dass der .. als das übergeordnete Verzeichnis interpretiert wird. Wenn Sie sich nun also in /home/benutzer/documents/Uni befinden und nach /home/benutzer/documents/Privat wechseln möchten, so können Sie natürlich wiederum cd /home/benutzer/documents/Privat bemühen. Wesentlich kürzer und eleganter ist hier jedoch cd ../Privat
Im Prinzip ist das Wechseln der Verzeichnisse und die Verwendung von relativen Pfadangaben auch schon alles, was man zu cd wissen muss. Es gilt jedoch noch zu bedenken, dass das Home-Verzeichnis von Root / ist. Und als letzter Tipp sei hier noch verraten, dass einem, wenn man sich einmal im Verzeichnisbaum verlaufen hat, ein cd ~ wieder zu seinem eigenen Homeverzeichnis bringt. Natürlich braucht man sich nicht erst zu verlaufen, sondern kann dies jeder Zeit benutzen, wenn man in sein Home-Verzeichnis wechseln möchte. Ein cd ~/documents/Uni funktioniert im übrigen genauso, wie es zu erwarten ist.
Als nächstes wollen wir uns nun touch zuwenden. Dieser Befehl legt mittels touch Dateiname eine Datei an. Voraussetzung ist, dass diese noch nicht existiert. Sollte diese Datei bereits existieren, ändert toch lediglich den Timestamp der Datei auf die aktuelle Systemzeit. Und im Wesentlichen, ist es das auch schon wieder gewesen.
Nun geht es an mkdir. Hierbei handelt es sich um die Kurzform für “make directory” und genau dies tut mkdir. Es legt Verzeichnisse an. Die Syntax lautet mkdir [Optionen] Verzeichnisname So können Sie z.B. in Ihrem Home-Verzeichnis mit dem Befehl mkdir Test den Ordner Test anlegen. Wenn Sie jedoch versuchen in ihrem Home-Verzeichnis die Ordner Test/Test2/Test3 mittels eines mkdir /Test/Test2/Test3 anzulegen, so bricht mkdir mit einer Fehlermeldung ab, da die übergeordneten Verzeichnisse (Test und Test2) bislang nicht existieren.
Hier hilft ein mkdir -p /Test/Test2/Test3 weiter, welches die im Pfad angegebenen Verzeichnisse ebenfalls erzeugt, so diese noch nicht existieren. Die Langform hiervon ist im Übrigen mkdir --parent /Test/Test2/Test3
Der nächste Befehl im Bunde ist rmdir, der wie zu erwarten das angegebene Verzeichnis löscht. Jedoch ist hierbei zu bedenken, dass dieser Befehl ein Verzeichnis nur löscht, wenn es auch wirklich leer ist. Wenn also noch Dateien im Verzeichnis sind, so müssen diese zuvor gelöscht werden.
Und hier kommt dann rm ins Spiel, mit dem man Dateien löschen kann. rm beherrscht mit rm -r auch das rekursive löschen und wie so oft unter Linux kann man mit -f das Löschen erzwingen. Insofern sollte man mit einem rm -rf insbesondere in Verbindung mit Jokerzeichen eine gewisse Vorsicht wallten lassen. Dies vor allem Dingen dann, wenn man im Umgang mit den Jokerzeichen der Shell noch ungeübt ist. Insbesondere sollte man als Anfänger davon absehen, ein rm -rf mit Jokerzeichen als Root abzusetzen.
Hier sollte man dann lieber vorher den Umgang mit Jokerzeichen geübt haben, so dass einem bereits im Vorraus absolut klar, ist was der Befehl bewirken wird und wie so oft, sollte man gerade zu Anfang eine Befehlszeile ruhig zwei oder dreimal lesen, bevor man sie absetzt.
Das soll es fürs Erste wieder gewesen sein. Ich wünsche viel Spaß beim Ausprobieren und empfehle wie immer dringendst, einen Blick in die Man-Pages der hier besprochenen Befehle zu werfen.