Was einen als Linux-Nutzer so ärgert: Formatprobleme

Wenn man Linux benutzt, ist man manchmal schon echt gestraft. Insofern werde ich hier nun nach und nach mal kleinere Geschichten aus dem Real-Life posten, wo man exemplarisch sehen kann, wie man als Linux-Nutzer so leiden muss.

Den Anfang soll hier nun ein recht aktuelles Ereignis machen. Formatprobleme.
Die sind eigentlich immer ein Ärgernis. Wenn dann aber auch noch ein wenig Ignoranz von Windows-Nutzern dazu kommt, dann kann das ganze schon extrem nervig sein.
So habe ich letztens ein Video mit qtRecordMyDesctop erstellt. Dieses lag nur leider am Ende als .ogv vor. Ein Umstand, der mich persönlich eigentlich gar nicht weiter gestört hätte. Leider benötigte ich das Video jedoch für ein Referat an der TU Dortmund. Und damit sollte nun ein langer Leidensweg beginnen.

Windows unterstützt nämlich bekanntermaßen von Haus aus keine .ogg und .ogv Dateien. Hier zeigt Windows vielmehr mal wieder wie schlecht es eigentlich um seine Multimediafähigkeiten bestellt ist. Aber wenn man de facto Marktführer ist,kann man sich so ein wenig Ignoranz ja leisten.
Zum Glück, werden aber entsprechende Codec angeboten, die das Abspielen unter Windows ermöglichen. Nur leider war der Kommolitone, der sein, unter Windows laufendes, Notebook für den Vortrag mitbrachte nicht bereit, diese zu installieren.

Also musste ich mir etwas neues einfallen lassen und konvertierte das ganze kurzerhand bei einem kurzen Ausflug auf’s Terminal mit Hilfe von mencoder nach avi. Leider ist avi aber nur eine, designtechnisch sogar schlecht gemachte Container-Datei. Was dann leider dazu führte, dass diese unter Windows dann leider auch nicht lief.

Insofern wird mir jetzt nichts anderes übrig bleiben, als am Wochenende, die Zeit, die ich nicht auf der Arbeit bin, damit zu verbringen, dass Ganze irgendwie noch nach mpeg oder so zu konvertieren. Das bedeutet, dass ich mich noch intensiver mit mencoder auseinandersetzen darf und wieder recht viel Zeit auf dem Terminal werde verbringen dürfen.
Vielleicht versuche ich es aber auch einfach mal mit Transcode. Mal sehen.

Auf jeden Fall ist mir bei dieser Gelegenheit wieder einmal deutlich geworden, mit welcher Selbstverständlichkeit die Windows-Welt mit ihrem proprietären Dreck um sich schmeißt, wo man dann immer wieder irgendwie versuchen muss, damit arbeiten zu können.
Geärgert habe ich mich aber vor allem darüber, dass offene Standards ignoriert und auf gar keinen Fall genutzt werden.

Naja; als Linux-Nutzer ist man sowas ja aber auch gewöhnt und beherrscht es – diversen Open-Source-Projekten sei dank – auch relativ gut, mit den unterschiedlichen Dateiformaten zu jonglieren.

Aber eines ist jetzt schon sicher: In Zukunft gibt es von mir Dateien nur noch als offenen Standard und Archive nur noch als .tar.gz. Bin mal gespannt, wie die durchschnittliche Ignoranz der Windows-Welt darauf reagiert…

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