Nachdem ich beim letzten Mal die Bash als solche kurz vorgestellt habe und erklärt habe, wie man unter Linux überhaupt eine Shell aufruft, werden wir nun damit beginnen, uns interessiert in die Thematik hinein zustürzen.
Dazu möchte ich nun zunächst einmal ein paar grundlegende Kommandos vorstellen, bevor wir uns dann im späteren Verlauf dieser Tutorials auch den etwas komplexeren Dingen zuwenden werden.
Zunächst ist da natürlich man. Ein Programm/Befehl, der einem immer wieder treue Dienste leistet und einem das Leben auf der Shell wesentlich erleichtert.
Man ist letztlich dazu da, die Manpages der einzelnen Programme anzuzeigen. Es macht einem also die Dokumentation, die zu den einzelnen Programmen gehört zugänglich. Hier kann man also schnell einmal nach schauen, wie ein Befehl von der Syntax her aufgebaut ist, welche Optionen er kennt und wie diese anzugeben sind und was sie letztlich bewirken.
Die grundlegenden Syntax des man Befehls ist man Argument, was im wesentlichen der auch bei anderen Befehlen üblichen Syntax entspricht. In der Regel benutzt man man so, dass man es zusammen mit dem Programmnamen, dessen Manpage man einsehen möchte aufruft. Also: man Programmname
Als erstes sollten Sie sich nun einmal direkt die Manpage von man ansehen. Geben Sie hierzu einfach man man ein. Nach einer kurzen Wartezeit, sehen Sie dann die Manpage von man in ihrem Konsolenfenster. Dafür jedoch keinen Prompt mehr, auf dem Sie neue Befehle eingeben könnten. Also müssen Sie nun wissen, wie man auf den Manpages navigiert. Wenn Sie eine Konsole auf der grafischen Oberfläche geöffnet haben, können Sie wie gewohnt mit der Maus scrollen. Ansonsten, können Sie einfach mit den Pfeiltasten auf und abscrollen. Die Anzeige der Manpage beenden Sie, indem sie [Q] drücken. in diesem Fall, erhalten Sie auch wieder Ihren Prompt.
Die Manpage von man erklärt vor allem, wie Manpages an sich aufgebaut sind, und wo man welche Informationen findet. Sie sollten sich also mit der Syntax von man vertraut machen.
Wie gesagt, die Manpages sind einem eine große Hilfe, wenn man schnell mal wissen will, wie ein Befehl aufgebaut ist, bzw. wie ein Programm funktioniert. Aber was mache ich, wenn ich den Namen eines Programms nicht weiß?
Nun in diesem Fall, hilft Ihnen man natürlich nicht wirklich weiter. Zum Glück gibt es aber auch hierfür eine Lösung: apropos
Wenn Sie den Namen eines Programms nicht kennen, aber wissen, was es macht und darüber hinaus auch noch einen guten Begriff parat haben, der diese Funktion gut beschreibt, können sie apropos Begriffaufrufen und erhalten eine Liste von Programmen, die etwas mit diesem Begriff zu tun haben, zusammen mit einer kurzen Beschreibung des Programms. Probieren Sie doch einfach mal apropos testing und sehen Sie, was geschieht.
Aber das, was ich Ihnen bis hierhin vorgestellt habe, ist noch lange nicht alles. Denn die Bash kennt noch ein weiteres Hilfesystem: Help.
Hierbei haben Sie einerseits die Möglichkeit help Programm zu verwenden, oder aber auch Programm --help Es funktionieren nicht immer beide Varianten und manchmal funktioniert auch keine. Außerdem sind die Hilfeseiten oftmals nur Verlinkungen auf die Manpages, so dass man bei dem Aufruf von help letztlich das Selbe sieht, wie beim Aufruf von man. Manchmal jedoch, finden sich hier auch ergänzende Informationen, so dass es auf jeden Fall immer einen Versuch wert ist. Probieren Sie doch nun einfach mal : help help
Für’s Erste soll es das nun aber auch wieder gewesen sein. Sie haben nun auf jeden Fall schon einmal viel über die Dokumentationsfunktionen der Bash gelernt und sollten in der Lage sein, sich eigenständig Informationen zu besorgen und sich selber zu helfen.
Zu Guter Letzt können Sie nun noch help cd versuchen und sich schon einmal die Hilfeseite zu einem Befehl anschauen, der Ihnen in dem nächsten Tutorium über den Weg laufen wird.