Nvidia und Linux – eine besondere Beziehung

Vor einigen Monaten habe ich mir eine Ge-Force von Nvidia zugelegt, da ich es einfach leid war, mich unter Linux ständig mit meiner On-Board-Karte rumzuärgern. Zumal ich mir dabei des öfteren die X-org zerschossen habe und somit unfreiwillig Übung im Umgang mit Vi auf dem Terminal bekam.

Im Prinzip bin ich mit der Karte für meine Zwecke auch vollauf zufrieden. Nur leider bietet Nvidia nur Closed-Source Treiber an, was sich mitlerweile doch als ziemliches Problem herausgestellt hat.

Da ich KDE 4 in der aktuellen Version (4.1.3) nutze, leide ich doch etwas unter den bekannten Performance-Problemen leide. Diese halten sich zum Glück jedoch mitlerweile in Grenzen.


Wesentlich ärgerlicher ist hier die Tatsache, dass es mit den Nvidia-Treibern unter KDE 4 ein Problem mit OpenOffice.org gibt, so dass immer der gesamte Desktop anfängt zu flackern und zu blinken, wenn OpenOffice gestartet wird. Dies scheint an dem blinkenden EInfüge-Cursor zu liegen, so dass man diesen Bug in dem Nvidia-Treiber umschiffen kann, indem man das Blinken des Cursors abstellt.

Diese Lösung ist jedoch nur suboptimal. Hier wird also wirklich deutlich, wie ausgeliefert man als Nutzer einem Closed-Source-Treiber ist. Um so ärgerlicher ist es, dass Nvidia sich weigert, einen Open-Source-Treiber zu entwickeln.
Wenn es diesen gäbe, wären die Probleme mit hoher Wahrscheinlichkeit längst gelöst. So bleibt einem jedoch nichts anderes übrig, als darauf zu warten, dass sich die Entwickler von Nvidia einmal den armen Linux-Nutzern erbarmen.

Was für mich letztlich nur bedeuten kann, dass die nächste Grafikkarte, die fällig wird auf jeden Fall, eine Intel oder eine ATI sein wird.
Aber wer weiß, vielleicht hat Nvidia bis dahin ja auch einmal seine Firmenpolitik überdacht…

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