"Der Mann aus dem Schließfach" wie unmenschlich eine übereifrige Justiz sein kann…

Ein drogenabhängiger Obdachloser, der totkrank mit HIv infiziert ist, wurde den Medien als “Der Mann aus dem Schließfach” bekannt, da er gelegentlich in seiner Not in einem Schließfach auf dem Düsseldorfer Hbf nächtigte.
In seiner Not, schlief er also auf einer Fläche von 1mx60cm. Ein an sich vollkommen menshcenunwürdiger Zustand. Nur Hilfe bekamm er keine!

Stattdessen, gab es immer wieder Anzeigen von der Deutschen Bahn, wegen Hausfriedensbruch. Insofern wurde er nun bereits zu 9 Monaten Haft, ohne Bewährung verurteilt. Zur Zeit läuft die Berufung.
Obwohl er nie einen Schaden verursacht hat, muss dieser Mann, der einfach nicht in das schöne Gesellschaftsbild passen will, nun also wahrscheinlich für 9 Monate ins Gefängnis, obwohl selbst der Richter bemüht ist, eine Möglichkeit zu finden, dies zu verhindern. Aber wie die Stattanwaltschaft wissen lies, biete das Strafrecht eigentlich keine andere Möglichkeit.

Gesetz ist Gesetz, egal wie menschenverachtend seine Anwendung auch sein mag. Für Zyniker mag dieser Slogan passen. Alle anderen sollten sich fragen, ob in einer freien Gesellschaft in einer Demokratie, nicht auch eine Änderung der Rechtsgrundlage möglich wäre.

Aber dies wäre wahrscheinlich zu viel verlangt. Denn was will man schon erwarten, von einer Gesellschaft, in der Obdachlosigkeit keine Notlage ist, sondern eine Ordnungswidrigkeit…?

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