Rauswurf von Wolfgang Clement aus der SPD

Wolfgang Clement wurde ja vor ein paar Tagen aus der SPD geworfen, auch wenn dies aufgrund des von ihm eingelegten Widerspruches noch nicht endgültig ist.
Dennoch sieht man an diesem Fall sehr deutlich, in welch desolatem Zustand sich die SPD zur Zeit befindet. Der interne Richtungsstreit, lässt sie geradezu ins Schleudern geraten und macht sie zunehmend unwählbar. Für mich als jemand, der durchaus schonmal sein Kreuz bei dieser Partei gemacht hat, war der deutliche Linksruck der Partei schon schwer zu verkrafften, aber die Art und Weise, wie nun mit den Reformern in der Partei anscheinend verfahren wird, kann einem nur schwer im Magen liegen.
Die Linken Kräfte in der SPD dürfte dieser Vorgang freuen, aber einem Beobachter von außen drängt sich zwangsläufig die Frage auf, ob sie sich über ihre neue Machtposition innerhalb der Partei sosehr freuen, dass sie billigend in Kauf nehmen, dass die SPD langfrisitg zu einer 25% und weniger Partei wird.
Es fehlt der SPD im Moment deutlich an Personen, die hinter der Agenda 2010 stehen und die auch die Erfolge dieser Reformen für die SPD deklarieren. Durch ihren Linksruck, hat sich die SPD schlichtweg unglaubwürdig gemacht. Dadurch ist sie für jeden, der noch etwas gesamtstattliche Verantwortung verspührt nicht mehr wählbar. Und die Wähler, die das Bedürfnis nach ein wenig mehr Kommunismus in unserer Demokratie verspühren, dürften wohl eher gleich das Original mit dem Alt-SEDler und dem Vollzeit-Demagogen von der Saar wählen.
Insgesamt hat man den Eindruck, dass die SPD im Moment lieber in dem kleinen Tümpel der Linken planschen geht, als auf dem Atlantik zu schippern, wo sie als große Volkspartei eigentlich hin gehören würde.

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